Der Musikkreis Stadt Wittlich lud zu einem außergewöhnlichen Benefizkonzert in der Alten Synagoge Wittlich ein. Unter dem Motto „Die Klarinette“ präsentierten Ulrich Junk, ein erfahrener Klarinettist, der die Klangwelt der Klarinette mit Leidenschaft zum Leben erweckt, und Johannes Baum am Klavier als musikalischer Begleiter ein Gesprächskonzert, das die Geschichte, Klangfarben und Ausdrucksvielfalt dieses Instruments lebendig nachzeichnete.
Die Veranstaltung skizzierte den erstaunlichen Weg der Klarinette – von ihrer Erfindung durch Johann Christian Denner vor 325 Jahren bis zur Gegenwart – und zeigte die enge Verbindung zwischen Komponisten und herausragenden Klarinettisten. Der Abend spannte einen beeindruckenden historischen Bogen: von der Mannheimer Schule mit Werken von Johann und Carl Stamitz bis zu Mozart, Weber, Mendelssohn, Spohr, Brahms und Reger. Zu den besonderen Highlights gehörten das Adagio aus Mozarts F-Dur KV 580a, die Silvana-Variationen von Weber sowie weitere Klarinettenkonzerte und Kammermusikstücke, die den Klangreichtum und die Ausdruckstiefe des Instruments eindrucksvoll einfingen.
Das Besondere an diesem Abend: Der Eintritt war frei; die Künstler verzichteten auf ihre Gage zugunsten einer Spende für den Förderverein Hospizhaus Wittlich. So verband der Abend musikalische Exzellenz mit sozialem Engagement – ein gelungenes Beispiel für Kultur als Gemeinschaftserlebnis.

